Tenea Witwe Pesco

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Über mich

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Zweitcharakter


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Spezielle FähigkeitenHexenausbildung in Gemea

Duftmagie. Kräuter und Zutatenwissen

Alte Aufzeichnungen von Emeranthia

Gerüche..

Sie sind tückisch und zugleich so wirkungsvoll.

Sie können den Geist beeinflussen.. Gefühle hervorrufen... Die Sinne benebeln..

Doch nicht jeder Geruch löst das Gleiche bei zwei unterschiedlichen Personen aus. Sie existieren in einer Wechselwirkung mit Erinnerungen, Vorlieben, Ängsten und einer Vielzahl anderer Gefühle. So mag ein Mancher den der frischen Minze, weil er ihn an geliebte Menschen erinnert. Und ein Anderer verabscheut ihn, weil er eben diesen Duft mit einer grauenvollen Lebenserfahrung in Erinnerung bringen mag.

So ergeht es mir mit Orangenblüten. Nur, dass ich das Gefühl, welches ich dabei empfinde kaum wirklich in Worte fassen kann. Eine Spur Sehnsucht und gleichzeitig Wut.. Furcht und das Gefühl, purer Erniedrigung, die bei mir die Erinnerung wachruft, wenn ich den fruchtigen Duft tief einatme und einen Moment bei der Arbeit inne halte. Überall in Theramia findet man diese Bäume, doch hier in Sorieska findet man sie selten. Es nennt sich Handelstadt, doch ist es häufig eine richtige Herausfoderung, alle Zutaten zu finden die man braucht. Noch dazu, wenn man auf ein bestimmtes Ziel hinarbeitet. Eines, dass mir vermutlich dieses Exilleben beschert hat. Ich möchte nicht sagen, dass es schlechter ist. Nur anders. Mit seinen eigenen Tücken und Problemen. Aber ich bin auf eine gewisse Art Frei. Doch wer weiss schon, ob mich mein altes Leben nicht irgendwann einholt?


Aufgewachsen bin ich auf der Sonnenseite Gemeas. Ich trage einen Namen, den sich nicht meine Mutter ausgesucht hat, sondern meine Großmutter. Eine Frau mit Verachtung in den Augen und starrer Miene. Lange Zeit war mir nicht bewusst, wieso sie mich immer so angesehen hat. Doch das wurde recht bald deutlich. Ich habe keinen Vater. Zumindest keinen Anwesenden oder einen mit Hexenblut in den Adern, und genau das verunreinigt die Blutlinie. Ich war ein Dorn im Auge der Familie, einer der sich nie entfernen lassen würde.

Haar das zu dunkel war, für eine Hexe des Tages und der Sonne. Es ist von dunklem Braun und als wäre das noch nicht genug, intensivierte sich, mit meinen Lebensjahren, die Farbe meiner Augen. Anfänglich hätte man es ebenfalls für Braun halten können, doch inzwischen strahlt es im Gegenlicht in einem durchdringenden Rot.

Seitdem man meiner Mutter diesen Seitensprung vorgeworfen hat, lebt sie zurückgezogen in einem Teil des Herrenhauses, vermutlich auch heute noch, Jahre nach meiner Flucht. Niemand glaubte ihr und die Beweise gegen ihre Worte waren doch ersichtlich. Zwar waren meine Leistungen nicht schlechter, als die der anderen gleichaltrigen Schüler, dennoch war Lob und Anerkennung fern. Sie beharrten so auf der Meinung, ich sei ein Halbblut, dass auch irgendwann meine Mutter, eingeflüstert von niederträchtigen Zungen, damit anfing, mich zu ermahnen. Sie gab sich selbst auf. Ich sollte niemanden herausfordern, nirgends anecken und einfach den Kopf einziehen. Das tun was man mir sagte und mein Schicksal akzeptieren.

Doch warum sollte ich das? Wenn ich mich nicht offen profilieren konnte, musste ich erst wirklich etwas Überragendes erreichen. Doch auch wenn ein Schüler bemüht war an Wissen zu gelangen, so hinderlich war es, wenn man nicht eine einflussreiche Familie im Rücken hatte, die einen dabei unterstützte, die richtige,vielversprechende Disziplin auszuwählen und seinem eigenen Weg folgen zu können. Ich erhielt keine Förderung.

Ich sollte mich glücklich schätzen, dass ich überhaupt eine Hexenausbildung erhalten hatte. Doch ich wollte mehr. Ich mühte mich ab und verschlang jegliches Wissen, das ich irgendwie in die Finger bekam. Doch die Bücher in der Bibliothek meiner Familie, waren wenig ergiebig. Zu oft Hinaus, auf die Straßen durfte ich auch nicht, was machte das denn für einen Eindruck? So studierte ich einflussreiche Hexen und fand sie. Emeranthia, die schwarze Fürstin. Mehr durch einen Zufall, als ich Familienstammbäume durchblätterte um eine neue Spezialisierung und ein passendes Studium für mich zu finden. Wahrlich eine Staubige und verwirrende Tätigkeit, denn Namen wiederholten sich stetig, Blutlinien, die strickt eingehalten wurden und sich wieder zueinander führen ließen, wirkten, als hätte man unzählige Schriftstücke bereits gesehen.

Tränke, Gifte und Kräuterelixiere. Ein Handwerk der Verstoßenen würde doch gar Ironischerweise zu mir passen? Diese Frau hatte es auch geschafft, damit Ruhm zu erlangen. Doch empfand ich es schon als schwierig überhaupt an Lehrbücher heranzukommen, so war es garnichts dagegen, Bücher von dieser Frau zu finden, die mehr beschrieben, als Anleitungen für gar schwächliche Tinkturen. Sie waren verboten. Und nur wenige Werke Vom Zirkel kontrolliert und freigegeben. Doch damit würde man niemanden beeindrucken.


Der Sohn der Zofe meiner Mutter, bot mir schließlich einen alles entscheidenden Ausweg. Eigentlich nur der Anfang aller Dinge, die letztendlich so kommen mussten. Ob ich es heute bereue? Nein. Alles ist besser, als mein Leben dort im Schatten zu verbringen.

Er half dem Gärnter aus und verschwand immer nach Sonnenuntergang. Er roch am des Morgens meist nach Selbstgebranntem und ein süßer Geruch haftete stets an seiner Kleidung. Einmal fand ich ihn im Stall bei den Pferden, schlafend im Heu. Eine gläserne Pfeife in der einen Hand, das unverbrannte Schallkraut in der anderen. Ich half ihm nicht, als er Prügel dafür kassierte, wohl weil er die Droge konsumierte, als auch den ganzen Stall hätte in Brand stecken können. Ich erpresste ihn, als ich ihn keine Drei Tage später wieder so auffand. Denn es gab Orte in Gemea, da bekam man solche Rauschmittel. Den Katakomben. Den verbotenen Märkten. Ich zwang ihn mich mitzunehmen.


Massen an Büchern. Nie gesehene Zutaten und seltsames Getier in Käfigen. Schund und Schrott reihten sich dort auf wackeligen Tischen ebenso wie mächtige Artefakte. Verboten selbstverständlich. Doch jetzt wo ich Zugang zu diesem Hort des Wissens hatte, würde mich keiner mehr davon abhalten.

Ich fand das was ich begehrte. Bücher, die soviel mehr beschrieben, als Elixiere gegen Bauchschmerzen, Warzen oder Falten. Herstellung und Gewinnungen von Ingredenzien. Tagebücher, und auch ein ganzes Bündel Aufzeichnungen, von denen ich mir sicher war, Emeranthias Handschrift erkannt zu haben. Ich sollte recht behalten, doch der Preis war hoch.

Lange fiel mein Verschwinden in der Nacht nicht auf, ich schlief nur weniger und schob es auf die schwierigen Lektionen. All das was sie ohnehin erwarten wollten, von einem Halbblut. Teurer Schmuck und Silber verschwand. Mal mehr mal weniger. Der wahre Schuldige wurde nie gefunden, doch die Zimmermädchen und Zofen. Ja sogar die Stallburschen und Kochgehilfen wurden beschuldigt, bestraft und hinausgeworfen. Ich hatte keinen Grund dazu das Richtig zu stellen. Ich versteckte meine immer größer werdende Sammlung an verbotenen Büchern und Zutaten, doch ich wollte weit mehr erreichen, als Emeranthia. Wie hinderlich es doch war, wenn man einen Trank erst verabreichen musste. Kämpfe und Intrigen die ersteinmal bewältigt werden mussten. Es ginge doch viel leichter.

Gerüche... Wohlige Gerüche, saugen Nichtsahnende noch mit Wonne ein. Düfte die jeder einatmete, waren viel effektiver und unscheinbarer.


Ich fühlte mich so überlegen, bis ich zu unvorsichtig oder gar übermütig wurde. Ich bemerkte nicht, dass mir Jemand zu dem versteckten Abgang folgte. Der Sohn der Zofe, den ich eigentlich erpressen wollte. Verriet mich an den Zirkel.

Mir blieb nur die Wahl. Mondwahn oder die Verstümmelung. Denn nichts Anderes war das Bannen der Magie. Verstümmelung. Und so fiel mir meine Entscheidung nicht schwer.

Bis heute verstehe ich nicht, warum der Wahn mich nicht eingeholt hat, dann müsste ich mir eingestehen, doch keine vollwertige Hexe zu sein. Ich schaffte es noch gerade rechtzeitig aus der Stadt. Kleider oder Proviant war unwichtig geworden. Nur die Bücher und die wichtigsten zutaten auf dem Rücken trat ich meine Reise, das bisschen Diebesgut dass ich eigentlich auf in den Katakomben ausgeben wollte, brachte mich nach Sorieska.

Heute treibt mich nur Eines. Ein wahrer Durchbruch in diesem Gebiet. Ein Duft, so mächtig, dass sich mir keiner mehr erwehren kann

Optische Merkmale

Optische Merkmale

Haar: braun, lang

Hautfarbe: Volkstypisch Hell

Augen: dunkles- leuchtendes Rot ( Je nach Lichteinfall)



Trägt einfache bürgerliche Kleidung. besitzt aber einen selbstsicheren Gang und eine anerzogene Haltung. Vermeidet das Mondlicht mittels Kapuzen, Umhängen oder Handschuhen. Stets begleitet von verschiedensten ( magischen) Düften aus ihrer Parfümerie.

Spiel-Informationen

Heimatland
Theramia
Beruf / Rang
Duftmischerin
Verfügbarkeit im Spiel
Ich suche noch Mitspieler!
Haupt-Charakter
Siral Al`Shazir