Silvren Wasserdämon

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Über mich

Über mich

Mein Gesicht sieht aus wie das einer Menschenfrau, doch spiegelt sich mein Erbe in meinem Aussehen wider. Meine Augen, deren eisblaue Tiefen gezeichnet sind durch die Verluste und die harte Ausbildung, die ich durchlaufen hatte, sind leicht schräg gestellt und wirken für eine meiner Art wohl dennoch relativ weich. Mein Körper, durchaus von ansehnlich-weiblicher Gestalt, mit schlanken Hüften und dezent muskulös, weist vor allem an Rücken und Armen silbrig-blau glänzende Schuppen auf. Ich gehöre wohl eher zu den etwas größeren Exemplaren von Frauen, ohne dabei klobig zu wirken. Zwischen meinen Fingern und Zehen befinden sich Schwimmhäute und in meinem Mund zeigen die Fangzähne ebenso überdeutlich meine Abstammung. An meinem Rücken befindet sich eine Art schmaler Rückenflosse, die jedoch so biegsam ist, das sie unter Kleidung nicht wirklich zu erkennen ist. Auch habe ich statt Nägeln eher Krallen. Ich bin in der Lage, unter Wasser zu atmen und kann bedingt durch meine Abstammung sehr schnell schwimmen. Zudem kann ich in der Dämmerung und im Dunkel besser sehen - Gewässer sind in den meisten Fällen nicht so klar wie mancher das denken mag und so kommt mir das zugute.


Tauch mit mir bis auf den Grund
Welche Sprache spricht dein Herz
Spricht es auch zu der, die nicht an Worte glaubt
Folge mir in jene Welt
In der uns keine Grenze hält
Welche Sprache spricht dein Herz..“


Glaube ich an Worte? Gibt es wirklich jenen Ort ohne Grenzen? Wohl nicht für mich. Ich bin Silvren Caras und mein Leben war nie einfach und wird wohl nie einfach sein. Ich wurde geboren als Tochter einer Frau, die ihr Leben in dem steten Glauben an Mutter Ozean verbracht hat. Dies war, was sie mir beibrachte, als ich ein kleines Mädchen war. Als ich noch aussah wie ein bezauberndes Menschenmädchen mit wallenden Locken und einem zauberhaften Lachen. Wir lebten abgeschieden am Wasser und jene, die uns aufsuchten, taten dies oft mit Argwohn im Herzen und Unsicherheit – weil sie keinen anderen Ausweg mehr wussten, weil sie vielleicht alle anderen Wege schon erfolglos gegangen waren und sich nicht mehr weiter zu helfen wussten. Manchem konnte meine Mutter helfen. Mit Ratschlägen, aber auch mit dem ein oder anderen Hausmittelchen. Nachmittags ging ich mit meiner Mutter schwimmen in den Tiefen – und hier zeigte sich unsere wahre Natur.

Dieses Leben sollte abrupt enden. An einem Morgen ging meine Mutter. Mit den strikten Worten, das ich auf keinen Fall unsere Hütte verlassen soll.

Ihr müsst wissen – meine Mutter sah keinesfalls wie ein gewöhnlicher Mensch aus und ging nie, ohne sich in einen Umhang mit weiter Kapuze zu hüllen. Jedenfalls kam sie an diesem Tag nicht wieder. Ich weiss nicht, was ihr zugestossen ist und ich hatte auch keine Chance mehr, es herau zu bekommen. Am Nachmittag kamen Männer auf Pferden. Ich ahnte, das sie nichts Gutes vorhatten. Sie traten die Tür unserer Hütte ein und durchwühlten die Sachen meiner Mutter. Bücher, Arzneien, Salben, Aufzeichnungen. Ich versteckte mich hinter einem Schrank. Doch sie waren gründlich.

„Schau an was wir hier haben!“ rief einer und zog mich am Arm aus meinem Versteck. „Was für ein niedliches kleines Mädchen. Die nehmen wir mit.“


Und das taten sie. Das letzte, was ich von unserer Hütte sah, waren wallende Flammen und dichter Rauch. In meinen kleinen Händen verbarg ich einen Anhänger in Wellenform, den mir meine Mutter geschenkt hatte. Die Reise dauerte eine ganze Weile. Ich wurde krank, man behandelte mich relativ gut und so gesundete ich bald. An unserem Bestimmungsort angekommen, wollten sie mich verkaufen. Ein reicher Mann nahm mich mit und wollte mich wohl als seine kleine Dienerin halten. Doch je älter ich wurde, um so deutlicher kamen die Anzeichen meiner Abstammung zum Vorschein und er bekam es mit der Angst zu tun. Da er zu feige war, die Tat selbst zu begehen, schickte er jemanden, der mich töten sollte. Doch ich wehrte mich. Mutter Ozean hatte dies hier zu einem Test für mich erkoren und ich wollte leben. Ich wollte sie nicht enttäuschen. Auch wenn dies den Verlust meiner Mutter bedeutet hatte. Offenbar beeindruckte meine Gegenwehr den Mann, denn er sah davon ab, mich zu töten und nahm mich stattdessen mit sich. Er lehrte mich sein Handwerk.


"Sterne fallen, Wogen gehen
Durch die aufgewühlte See
Die so dunkel ist, dass sie kein Licht durchdringt
Doch darunter schläft ein Wunsch
Kaiserblau und purpurrot
Der zu dir in tausend leisen Liedern singt.."


Ich tat mich schwer damit, denn er bestahl nicht nur die Leute, sondern schreckte auch nicht davor zurück, zu töten. Mit den Jahren fiel es mir immer leichter. Ich bevorzugte Orte, an denen ich nahe am Wasser war, denn im Wasser konnte ich rasch verschwinden, kein Hund vermochte mir zu folgen und ich konnte entkommen.

Der Zahn der Zeit machte auch vor meinem Lehrmeister nicht Halt. Als er starb, vermachte er mir die kleine Hütte, die er extra meinetwegen in Wassernähe besorgt hatte.


Auch wenn ich vielleicht gerne etwas anderes gemacht hätte – vielleicht wäre ich wie meine Mutter geworden, hätte anderen - wenn sie auch widerwillig kamen – Rat geboten, so war mir dies verwehrt. Ich glaubte, zu anders zu sein, als das ich dazu gehören sollte. Ich war zu unerfahren im Umgang mit anderen Wesen. Ich würde lernen müssen, das ich erst mich selbst akzeptieren musste, wie ich war, um auf andere zugehen zu können. Und so tat ich das einzige, was ich gelernt hatte und wurde die, die man rief, wenn man jemanden aus dem Weg räumen wollte. Sei es der gehörnte Ehemann, der einen Nebenbuhler auf die ein oder andere Art beiseite geschafft haben wollte oder ein reicher Kaufmann, der einen Konkurrenten beseitigen wollte.

Der Diebstahl eines Schmuckstückes im Auftrag, das Ausrauben von reichen Leuten um mich über Wasser zu halten oder ein Kunstgegenstand, der dringend den Besitzer wechseln sollte. Das wurde mein Lebensinhalt. Mit den Jahren – und obwohl dies noch nicht viele waren, so kamen sie mir doch ewig vor – stumpfte ich durchaus ab. Kamen anfangs ab und an noch Zweifel an dem was ich tat auf, so geschah dies immer seltener.


"Kannst du sie hören, kannst du sie spüren
Dieser Stimme widerstehen"


Manchmal schrie eine leise Stimme in mir, das dies nicht das war, was ich tun sollte. Doch ich missachtete sie und machte weiter. Was hatte ich auch sonst für eine Wahl?

Spiel-Informationen

Heimatland
Beruf / Rang
Diebin/Meuchelmörderin
Verfügbarkeit im Spiel
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Persönliche Informationen

Geburtstag
1979-06-09
Geschlecht
Weiblich
Wohnort
Aglasterhausen
Beruf
Hausfrau und Mutter
Hobbys
Mit dem Hund spazieren gehen, Rollenspiel, Poser