Arvijd Kostjunari Immun gegen den Tod.

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Über mich

Über mich

Arvijd Kostjunari


Ich wurde im Winter 1404 in Sorieska geboren.

Meine Kindheit verlief - soweit ich mich erinnere - undspektakulär

Ich habe... hatte zwei ältere Schwestern und einen jüngeren Bruder. Wir waren uns so nahe wie man sich eben ist. Mit meinem Bruder jagte ich Enten und spielte meinen Schwestern Streiche.

Wir wurden alle von einem Lehrer Zuhause unterrichtet. Eigentlich sollte ich die Geschäfte meines Vaters übernehmen, aber meine älteste Schwester heiratete in eine gute Familie ein und ihr Ehemann erwies sich als der deutlich bessere Geschäftsmann.

So war ich frei zu tun was ich wollte, nämlich Medizin zu studieren.

Ich studierte also an der Universität von Sorieska Anatomie und Naturwissenschaften und machte dort meinen Abschluss als Gelehrter.


Dann brach der Bürgerkrieg in Gemea aus. Die Familie meiner Mutter stammte aus Gemea und irgendwie sah ich es als meine Pflicht, dort zu helfen.

Als Feldarzt versorgte ich dort die Verletzten, nähte abgetrennt Körperteile wieder an, kurierte magische Wunden, lernte alles über Hexenkräuter und wozu ein Schattenwandler fähig war. Dann war der der Krieg so gut wie vorbei: Eine Hexe hat ihn beendet und ein Fluss hat seine Farbe gewechselt, ich habe danach Gemea nur noch einmal besucht, aber erst viele Jahrzehnte später.

Ich kam zurück nach Serijsa und habe dort eine Frau gefunden, Kirina ihr Name, wir haben geheiratet und einen Sohn bekommen.

Ich habe als Arzt gearbeitet in einer eigenen Praxis und ich habe an der Universität von Sorieska unterrichtet.



An den Moment erinnere ich mich jederzeit als wäre es gestern gewesen.

Eines Abends, kam ich mit meiner Frau von einem Konzert nach Hause. Wir haben den Abend genossen, das Mondlicht und hatten es nicht eilig nach Hause zu kommen.

Das Gesicht des Mannes konnte ich nicht erkennen, es war mit etwas Schwarzem beschmiert, nur die Klinge blitze kurz auf.

"Geld und Schmuck vor euch auf die Straße, und dann einen Schritt zurück!"

Vor Schreck tat ich wie befohlen.

Aber er wollte noch mehr. Er glaubte wohl nicht, dass ich wirklich alles rausgerückt hatte und begann meine Frau zu durchsuchen, da platzte mir der Kragen.

Aber ich war nie der große Kämpfer.

Ehe ich auch nur bemerkte was geschah hatte ich ein Messer im Bauch.

Meine Frau hielt mich fest, während mir kalt wurde und ich wusste, ich verblutete innerlich. Dass sie das Messer nicht hätte rausziehen dürfen konnte ich ihr nicht mehr sagen, es ging zu schnell, wahrscheinlich hatte er eine tiefe Bauchvene erwischt.

Mir wurde schnell schwarz vor Augen. Was danach geschah weiß ich nicht aus eigener Erfahrung, kann es mir aber denken.

Ich verblutete in ihren Armen. Ließ meine Arme Frau als Witwe zurück und meinen Sohn als Halbwaisen.

Mein Körper kam wohl in die örtliche Leichenbeschau, und dann... Naja, das eben ist das Problem.


Ich bin nur 47 Jahre alt geworden.

Als ich dann wieder zu mir kam lag ich im Wasser, schluckte brackiges Flusswasser und spürte, wie ich langsam unterging.


Was geschehen war realisierte ich erst nicht. Ich schwamm an Land, splitternackt. Wer mir da ein Paket Kleider dagelassen hatte wusste ich nicht, aber es passte so halbwegs und kam mir sehr gelegen. Kein peinlicher Auftritt, immerhin kannte man mich ja in der Stadt.

Sehr viel später lernte ich, dass das Paket wohl einem Tiermenschen gehört haben musste. Die haben es sich zur Gewohnheit gemacht Kleidung einzubunkern.

Gut, ich bin also schnurstracks nach Hause, nur um festzustellen, das alle in Trauer waren, meine Todesanzeige war am Rathaus angeschlagen.

Da stand es.

Schwarz auf Weiß.


Wer hatte mir diesen dummen Streich gespielt?

Mich für tot erklärt obwohl ich es nicht war?

Freudestrahlend wollte ich meine Frau überraschen, 'Schatz, hier bin ich! Ich bin nicht tot!'

Aber gerade noch, dass sie mich nicht höchstselbst noch einmal tot prügelte.

Nein, zuerst wurde sie kreideweiß.

Als hätte sie einen Geist gesehen.


Es dauerte viele Jahre und viele Tode bis ich verstand was geschehen war, und auch heute begreife ich es nicht zur Gänze.


Ich bin untergetaucht. Den bekannten Mediziner und Lehrer hätte man sofort wiedererkennt.

Ich reise viel, fast jeden Kontinent und jede große Stadt hab ich schon besucht, manche mehrmals.

Ich habe viele Berufe ausgeübt, viel gelernt und viel erfahren.

Ja, ich bin ein einfacher Mensch, aber ich weiß, was dort draußen vor sich geht.



***



Zu mehr als der Hälfte der Strecke hatte man die Fahrt als friedlich bezeichnen können. Bis dann... Ja, bis die Kutsche schlichtweg überfallen wurde. Ganz klassisch.

Ein armer Bauernjunge mit einem Ochsenkarren mit einer gebrochenen Achse. So offensichtlich.

Aber Arvijd hatte geschlafen, wie er es meist tat auf langen Kutschfahrten. Das monotone Rattern ließ ihn immer besonders gut schlafen. Hätte er mitbekommen, was draußen geschah, er hätte den Kutscher wohl gewarnt.

Woher wußte er das mit dem Ochsenkarren? Ach ja, er hatte ihn stehen sehen, als er aussteigen mußte. Ein Junge, höchstens 10 Jahre alt mit zerrissener Kleidung. Stimmt.

Ein unfreundlich gebelltes:

"He, Alter, wach auf und rück deine Wertsachen raus, sonst war es das letzte mal, das dich jemand geweckt hat!" riss ihn aus seinen Träumen.

Wenn er sich wenigstens hätte erinnern können wovon er geträumt hatte.

Ein Überfall also.

Nicht der Erste.

Das war auch der Grund, weshalb er gerade dieses Mal nicht den nötigen Ernst an den Tag legte. Die meisten Kriminellen hatten es jedoch nicht gerne, wenn man sie mit:

"Im Ernst? Ein Überfall. Jetzt? Wie mich das ankotzt." begrüßte.


Eigentlich sah sich Arvijd auch nicht als Held und sein Rücken machte ihm wieder zu schaffen.

Was er jedoch alles voraus hatte war Lebenserfahrung.

Er hatte sich aus der Kutsche bugsieren lassen. Die Räuber benutzten tatsächlich diese modernden Schießeisen, damit war nicht zu spaßen

Die Räuber waren nur zu zweit.

Von einem alten Kutscher, zwei Frauen und einem alten Mann erwarteten sie sich wohl wenig Gegenwehr.

So wartete Arvijd ab, ließ die Räuber ausreden, bekam zwar für die eine oder andere dumme Antwort den Griff des Schießeisens ins Gesicht geschlagen, aber so konnte er die Reaktionen einschätzen.

Und so gelang es ihm tatsächlich, die beiden Angreifer zu überwältigen:

Dem ersten hatte er das Genick gebrochen. das ging schnell und leise. Als erfahrener Anatom wusste er, wie man greifen und drehen mußte. Dem zweiten zog er, als er um die Kutsche herum kam den Griff des Karabiners seines Kumpanen über den Schädel. Ein dumpfes Knacken verriet ihn, dass auch dieser Patient nicht wieder erwachen würde.


Dann ein Knall. Er hatte nicht gleich verstanden, denn er hatte es nicht gesehen. Erst die Schreckgeweiteten Augen der jungen Frau vor ihm ließen ihn an sich hinab blicken.

Sein weißes Hemd färbte sich rot.

Noch während er langsam in die Knie ging. Blickte er sich um und sah den Jungen.

Seine Hand zitterte noch in der er das Gewehr hielt.

Ein Moment der Fassungslosigkeit.

Der Schuss mußte ein großes Blutgefäß im Abdomen getroffen haben.

Das würde schnell gehen. Verdammt.



****



Es war noch am frühen Abend aber die Dämmerung hatte bereits eingesetzt. Es wehte ein lauer Wind und erste Nebelschwaden krochen in Ufernähe über den Strand. Das Wasser im Hafenbecken schimmerte im Licht der untergehenden Sonne und kräuselte sich nur leicht als ein Windstoß darüber hinweg fegte. Gerade lief kein Schiff aus, so störte nichts den Frieden des Wassers, bis...

Die Sonnenscheibe war fast zur Gänze hinter dem Horizont verschwunden, da durchbrach ein Körper die Wellen. Er tauchte urplötzlich auf.

Keuchend und prustend tauchen ein nackter Mann auf, als wäre er eine weite Strecke getaucht. Vielleicht war das auch so.

Fluchend aber mit geübten Bewegungen schwamm er das beträchtliche Stück bis zum Ufer. Er kannte die Gegend offenbar, und war ein guter Schwimmer.

Etwas entfernt kam er aus dem Wasser, an einer flachen Stelle um nicht die Kaimauer empor klettern zu müssen.

Und er hatte die Stelle bewusst gewählt, denn unter ein paar wie zufällig übereinander liegender Steinen grub er ganz in Strandnähe eine Rinderblase aus den feuchten Schlamm. Sie war fest verschnürt und enthielt saubere und trockene Kleidung.

Immer noch fluchend wischte er sich den Sand von den Füßen, setzte sich auf die Steine und begann sich anzuziehen.

Die Sachen waren einfach, nicht ganz modern, sie hatten eine sehr lange Zeit dort gelegen, Jahrzehnte vermutlich. Einzig einem Beutel mit Lavendel und einem Stein, den er eben dazu von einer Hexe erworben hatte, war es zu verdanken, dass sie nicht fürchterlich muffig rochen.

Er mußte sich auch mit flachen leichten Lederschuhen begnügen, denn Stiefel mit hohem Schaft passten nicht in das Behältnis.

Diese mit Bienenwachs imprägnierte Rinderblase, umgedreht, daran waren Henkel eingenäht, diente ihm nun als Rucksack.

Es hatte einige Experimente erfordert, bis er auf diese Lösung gekommen war.

Optische Merkmale

Optische Merkmale

Statur: normal. Weder besonders zierlich noch besonders Athletisch

mittelgroß, mit einer, v.a. wenn er konzentriert ist irritierend schiefen Haltung bedingt durch eine leichte Skoliose. Normalerweise gelingt es ihm jedoch sich ganz normal und gerade zu halten.


Haarfarbe: graubraun - aber bedingt durch kreisrunden Haarausfall trägt er nun Glatze

Augenfarbe: graublau

Spiel-Informationen

Heimatland
Serijsa
Beruf / Rang
Mediziner
Verfügbarkeit im Spiel
Auf der Suche nach Ränkespielen und Intrigen.
Haupt-Charakter
Vajdan Jaromer

Persönliche Informationen

Geschlecht
Männlich