Teehaus "Zum roten Schleier"

  • Neben ein paar Münzen erntete Laflar auch viel Lob von ihren Kollegen. Olfin beteuerte, dass ihre Stimme so außergewöhnlich war, dass sie keiner gleiche, der er bisher lauschen durfte.

    Die Musiker lachten und tratschten miteinander, bis sie sich dann entschlossen, zurück in den Schankraum zu gehen um ihren Magen dort noch mit ein paar alkoholischen Getränken zu füllen und den Abend entspannt ausklingen zu lassen. Laflar verzichtete darauf ihnen zu folgen, sie wollte für einen kurzen Moment die kühle Nachtluft schnappen und sah hinauf in den mittlerweile aufgeklarten Sternenhimmel. Danach würde sie sich wohl sofort in ihr Zimmer begeben. Der ganze Trubel hatte sie erschöpft. Sie war es nicht gewohnt mit so vielen Fremden interagieren zu müssen. Ganz konnte sie sich dem aber noch nicht entziehen, denn aus dem Nichts erklang eine tiefe Stimme, die sich an sie richtete. Laflar wandte ihren Kopf ruckartig der Richtung zu, aus der die Stimme kam und erblickte einen großen hellblonden Mann, der seine graublauen Augen auf sie richtete und augenscheinlich auf eine Antwort von Laflar wartete. “Uhm.”, sie war ein wenig überrumpelt, hatte gar nicht bemerkt, wie sich der große Mann ihr genähert hatte geschweige denn, wie er aus dem Schankraum gekommen war und wann. War er gerade eben erst herausgekommen, vielleicht als die Musiker wieder hinein gingen? “Das Lied heißt Mitternachtstraum.”, antwortete sie knapp und in ihrer üblich nüchternen Art.

    "For there is nothing either good or bad, but thinking makes it so." - The Tragedie of Hamlet, William Shakespeare

  • Der Titel sagte ihm so gar nichts - was wiederum nichts zu bedeuten hatte.

    Aber es erinnerte ihn zu sehr an das Lied der Fee, und das wiederum... oder besser alles was mit diesen verdammten Feen zu tun hatte war eine Spur zu seiner Vergangenheit.

    Es war als das, was einer Spur am nächsten kam.

    "Woher stammt es?"

    Er versuchte die Frau zu beobachten, aber unter dem Schleier konnte er ihre Züge nur erahnen. Helle Haut, helle Haare.

    Ein Duft nach Blumen ging von ihr aus, welche, das fiel ihm jedoch mangels Erfahrung und Erinnerung nicht ein.

    "Würdet ihr eure Kapuze für mich abnehmen, Me'Dam?"

    Er hatte sich aus alter Gewohnheit bisher nicht vorgestellt und diesen Teil des Gespräches übersprungen. Nun würde sich zeigen, ob die junge Frau - alt konnte sie zumindest nicht sein, das verriet ihre Stimme - ihren Namen nannte.

  • Der Hellblonde stellte weitere Fragen, während Laflar versuchte zu deuten, welche Intentionen er verfolgte. “Ich weiß es nicht. Ich schnappte es in einer Taverne auf.” Natürlich wusste sie, woher das Lied stammte. Diese Zeilen wurden von ihrer eigenen Mutter erschaffen, doch wäre es viel zu riskant für sie dies einem Wildfremden preiszugeben. Ebenso wie seine nächste Forderung. Er bat Laflar darum, ihre Verschleierung abzunehmen. Laflar rätselte über den Zusammenhang seiner Bitten und Fragen, in ihrem Kopf kam dabei immer mehr Misstrauen auf, er war ihr einfach zu neugierig. Wusste er irgendwas? “Ich würde es bevorzugen unerkannt zu bleiben.”, verweigerte sie seine Bitte und wandte sich nun selbst mit Fragen an ihn. “Wer seid Ihr und warum interessiert euch das alles?”

    "For there is nothing either good or bad, but thinking makes it so." - The Tragedie of Hamlet, William Shakespeare

  • Das sie nicht die ganze Wahrheit sagte, dass sie etwas verbergen wollte, das war ihm klar, nur welchen Teil es betraf, das konnte er nicht sagen.

    Allerdings weckte das nur umso mehr seine Neugier. In allem was sie sagte stand ein großer Wiederspruch in der Mitte, gross genug um ihn einfach zu übersehen.

    "Ihr wollt unerkannt bleiben, und doch stellt ihr euch in die Mitte der Masse und singt ein Lied, wie das einer Fee und zieht alle Blicke auf euch."

    Wagte er einen Vorstosd, wie reagierte sie auf diese Andeutung?

    "Und wer unter vielen als einzige einen Schleier trägt fällt auf, garantiert. Auch hilft ein rotes Kleid aus blasser Haut kaum dabei unauffällig zu bleiben."

    Einen kurzen Moment war sein Blick an ihrem Ausschnitt hängen geblieben.

    "Entschuldigt. Jaromer ist mein Name, Vajdan Jaromer. Und ist euer Name?"

  • Laflar war ein wenig überrascht von den Folgerungen, die ihr Gegenüber gezogen hatte und ihr nun präsentierte. Er hatte sie also den ganzen Abend schon beobachtet? War er ein Spion? Nein, dann würde er seine Deckung jetzt wohl nicht einfach so aufgeben und Laflar präsentieren, was er sich so gedacht hatte. Als er das Wort ‘Fee’ in den Mund nahm spürte sie, wie ihr Herz einen kleinen Sprung machte. Sofort sorgte sie sich darum, enttarnt worden zu sein. Hatte sie doch schon befürchtet, dass ihr Gesang zu viel verraten könnte. Aber was blieb ihr übrig, sie musste ja irgendwie über die Runden kommen. Nun wies der Herr sie auch noch darauf hin, dass sie in ihrem Aufzug alles andere als unauffällig war, was Laflar sehr bewusst war. Ja sie fiel auf, das war ja auch der Plan. Aufmerksamkeit erregen und damit vielleicht Sachen aufschnappen, die für sie interessant sein könnten, die ihr weiterhelfen würden. Unerkannt zu bleiben hingegen erreichte sie dadurch, dass sie nie ihr ganzes Gesicht und ihr Haar, sondern höchstens die Lippen und manchmal, wie jetzt, einen Teil der Nase preisgab. Ohne diesen Schleier kannte sie hier niemand und so konnte sie, wenn es nötig war, ohne entdeckt zu werden verschwinden. “Es gibt einen Unterschied zwischen auffallen und erkannt werden.” So viel gab sie ihm als Gedankenanstoß und lauschte dann seinen nächsten Worten, in denen er ihr seinen Namen verriet. “Mein Name ist Laflar.”, stellte sie sich vor. Langsam wurde sie etwas ungeduldig. Diese ganze Ausfragerei gefiel ihr nicht und zündete nur mehr und mehr Misstrauen in ihr. Sollte sie diesen Ort vielleicht doch verlassen? War es hier wirklich sicher? “Hat Siral euch geschickt… Me’Syr Vajdan?”, hakte sie nun nach.

    "For there is nothing either good or bad, but thinking makes it so." - The Tragedie of Hamlet, William Shakespeare

  • War sie bei dem Wort 'Fee' leicht zusammengezuckt? Hatte er ins schwarze getroffen?

    Über ihre Worte dachte er einen Moment nach. der Unterschied zwischen auffallen und erkannt werden.

    Im Wortsinn war es richtig. Aber auch wenn man sich eine Maske überzog und Nachts Mädchen überfiel blieb man ein Räuber, einer mit einer Maske aber ein Räuber. Eine identifizierbare Entität, und wenn auch nur durch eine Maske. Früher oder später würde es jemanden, der es sich zum Zeil setzte ihn zu identifizieren und zur Strecke zu bringen. Wenn es sich um einen Dieb handelte. Wenn man sich als Sängerin in die Öffentlichkeit stellte...

    "Ihr mögt recht haben, es gibt einen Unterschied. Aber ich würde dennoch sagen, wärt ihr tatsächlich ausschließlich daran interessiert, unerkannt zu bleiben ist aufzufallen dem Ziel abträglich. Also verfolgt ihr wohl ein anderes Ziel. Und ich frage mich welches das wohl wäre." Die Unterhaltung drohte in ein Verhör auszuarten, das spürte er deutlich.

    Um seinen Worten ein wenig die Schärfe zu nehmen lächelte er jenes Lächeln, mit dem er Frauen gewöhnlich um den Finger wickelte. "Me'Dam Laflar, es freut mich sehr."

    Er deutete eine galante Verbeugung an.

    "Ein schöner Name, bedeutet er nicht 'Mondschein'?" Wieder beobachtete er genau ihre Reaktion.

    "Me'Sir Siral hat mich übrigens nicht geschickt, ich bin ein Gast wie alle anderen hier. Einer, den der werte Me'Sir wohl gerne beim Wetten ausnehmen will. Warum fragt ihr das? Habt ihr denn Grund, ihm zu misstrauen?"

  • Natürlich war ihr Ziel nicht nur unerkannt zu bleiben. Laflar war das dauernde hinter Schleiern verstecken auch mehr als überdrüssig, aber es war nunmal eine notwendige Maßnahme. Ihr Ziel, oder viel mehr ihr aktueller Antrieb, konnte sie dem hellblonden Mann vor ihr selbstverständlich nicht verraten. Nun, als wenn der Vajdan die Spannung in der Luft bemerkt hätte, die sich in den letzten Minuten ihres Gesprächs aufgebaut hatte, lächelte er plötzlich und spielte ein wenig mit seinem Charme, als wollte er Laflar zähmen, sie ein wenig um den Finger wickeln und sie dazu bewegen, ihm mehr Vertrauen zu schenken. Laflar war erst ein wenig perplex, dachte dann aber, ihn schnell durchschaut zu haben und so hatte sie auch keine Schwierigkeiten darauf reinzufallen. Stattdessen lauschte sie seinen weiteren Worten, bis er dann die Bedeutung ihres Namens ansprach. Laflar biss sich auf die Lippe. In ihr wuchs das Gefühl heran, dass sie sich mit jedem weiteren Wort mehr und mehr verraten könnte, also entschied sie einfach zu nicken, um ihm die Bedeutung ihres Namens, die er schon selbst herausgefunden hatte, zu bestätigen.

    Von Siral kam er nicht, er war ein einfacher Gast, wie jeder andere hier, warum war er dann so explizit an ihr interessiert? Warum verhörte er sie als wäre sie die Angeklagte in einem Gerichtssaal. Oder schätzte sie die Situation einfach total falsch ein und er versuchte eigentlich nur die ganze Zeit ein normales Gespräch mit ihr aufzubauen? Laflars misstrauische Seite ließ nicht zu, dass sie letzteres weiter in Erwägung zog. “Keinen Bestimmten. Nur so ein Gefühl und die allgemeine Vorsicht.” Er würde schon wissen was sie meinte. Die Zeiten waren gefährlich und es war besser, nicht allzu schnell zu vertrauen. “Me’Syr, warum fragt ihr das alles? Was interessiert euch so sehr an mir?” Sie blickt kurz zur Hintertür die zum Schankraum führte. “Ich bin wirklich müde und würde mich gerne zurückziehen, wenn sie nichts Wichtiges mehr zu sagen haben.”, versuchte sie nun dem Gespräch zu entkommen und tatsächlich war es spät geworden.

    "For there is nothing either good or bad, but thinking makes it so." - The Tragedie of Hamlet, William Shakespeare

  • Naris enttäuschung im Gesicht, schien ihn fast physisch zu treffen. Ihre freudige Euphorie so zu zerschlagen war nciht was er wollte und doch war es wichtig, dass sie jetzt nicht kopflos handelte... Dennoch ihr trauriger Blick, ließ auch seine Stimmung wieder weiter sinken und am liebsten hätte er Nari in den Arm genommen um sie zu trösten... aber das wäre definitv nicht angebracht gewesen. Er war aber froh, dass Rhavan ähnlich vorsichtig und vorrausschauend zu sein schien. Nein es würde keinem von ihnen und am weningsten Kadu nützen, wenn sie drei gefangen genommen wurden.


    Tuuli nickte bei Naris fragendem Blick. "Ich denke auch das es sinnvoller wäre genaueres in pirvaterem Bereich weiter zu besprechen und was Siral angeht... Wir können ihn ja einfach nach den Personen Fragen, was genau unser Interesse daran ist, müssen wir ja nicht zwingend preisgeben oder wir reden uns auf Schaustellerisches Interesse hinaus... Irgendwann sollte ich ja schließlich auch wieder meinem eigentlichen Beruf nachgehen und nich nur beim Kartenspielen Geld verdienen." sagte er grinsend. "Habt ihr denn schon ein Zimmer für die Nacht?" fragte er an Rhavan gewandt.

    Wir sind Fremde

    Fremde wohin wir gehn

    Folg den Wagen

    Wohin die Winde weh’n

    Spielmann, sag uns

    Deine Geschichten auf

    Lang schon bist du

    Im fahrenden Volk zu Haus

  • Wäre nun Vajdán bewusst gewesen, was er selbst war, ihm wäre vielleicht die Identifikation eines anderen Feenblutes leichter gefallen, denn bei einem Menschen hätte seine Beeinflussung wohl funktioniert. Aber so konnte er kein System erkennen wann es funktionierte und wann nicht, da er nicht einmal ahnte was ihn dazu befähigte.

    Und vor dem Hintergrund hatte er die Unterhaltung dann etwas falsch angefangen. Gut, jetzt noch einmal neu anzufangen war müßig, zumal sie ja bereits signalisiert hatte, dass sie sich zurückziehen wollte.

    "Entschuldigt, ich wollte euch keinesfalls bedrängen. Mir geht nur dieses Lied nicht aus dem Sinn und mir war als würde mich das an etwas erinnern, was ich vor langer Zeit schon einmal gehört hatte. Das hat dann wohl meine Neugier über Gebühr beflügelt. Ich wollte das Gesicht dazu sehen, einfach weil es in meinen Vorstellungen zu schön sein mußte um von dieser Welt zu sein. Aber wenn ihr euch zurückziehen wollt, ich stehe euch nicht im weg." Er trat demonstrativ ein wenig zurück um ihr nicht den Weg zu versperren.

    Nein, aufhalten würde er sie nicht, aber beobachten.

  • Laflar lauschte den letzten Worten ihres Gegenübers noch geduldig, wusste dann aber auch nicht recht, was zu antworten war. Ja er hatte sie bedrängt und sie fühlte sich ganz und gar nicht wohl dabei, diese ganzen Fragen zu beantworten, als wäre sie in einem Verhör gelandet. Er wollte ihr Gesicht sehen, das Gesicht zu der Stimme, weil es in seiner Vorstellung zu schön sein musste um von dieser Welt zu sein. Innerlich seufzte Laflar, genau deshalb verschleierte sie sich ja. Nicht, dass sie eingebildet war und dachte, dass sie besonders schön war, aber ihre hellblau schimmernden Augen, als wären sie aus dem Eis des Ozeans geformt und ihr weißes Haar zusammen mit ihrer Elfenbein blassen Haut, das alles gab schon ein sehr auffälliges Bild wieder, was man sofort, selbst unter tausenden, wiedererkennen würde. Der große Mann trat zur Seite, machte damit den Weg für Laflar frei. Sie nickte nur dankend und ließ den Blonden ohne ein weiteres Wort stehen, während sie sich auf den Weg in den Schankraum machte. Dort angekommen sah sie noch einmal über die Gäste. Die Ersten waren schon gegangen und die Menge an Menschen wurde langsam überschaubarer, trotzdem hatte Laflar nicht allzu viel Lust sich nochmal durch die Menschenmenge zu kämpfen. Sie warf einen kurzen Blick zu Siral, der noch immer hinter der Theke stand, entschloss sich dann aber lieber gleich in ihr Zimmer zu gehen. Sie erklomm die steile Treppe hinauf zu den Arbeiterzimmern, kramte dann auf dem Weg durch den Gang schon nach dem Schlüssel, steckte ihn ins Schlüsselloch und drehte um, so dass sie die Tür öffnen konnte. Hinter sich zog sie die Tür wieder zu, legte den Schlüssel auf den Tisch und ließ sich für einen kurzen Moment auf das Bett fallen.

    "For there is nothing either good or bad, but thinking makes it so." - The Tragedie of Hamlet, William Shakespeare

  • Vajdán sah ihr noch nach, ehe sie aus dem Blickfeld verschwand. Der Wüstenhund knurrte wieder, ließ sie jedoch passieren.

    Während er noch seinen Gedanken nachhing steckte er sich seine Pfeife wieder an, sog den aromatischen Rauch ein während der glimmenden Tabak sein Gesicht beim ziehen beleuchtete und wieder ins dunkel entließ während er den den Qualm in die Nacht hauchte.

    Was bei allen anderen Menschen immer gut funktioniert hatte war fehlgeschlagen. Es gab noch zu viele Variablen um einen Schluß daraus zu ziehen. Aber wenn sie tatsächlich eine magische Begabung hatte konnte sie sich natürlich gegen seine menschlichen Talente wappnen.

    Er würde sie auf jeden Fall im Auge behalten, immerhin wußte er wo sie wohnte und auftrat.

    Zunächst blieb er noch im Innenhof, rauchte und genoss die Kühle hier draußen.

  • Siral ging weiter seiner Tätigkeit als Gastgeber und Teehausbesitzer nach. Schenkte Getränke und Essen aus. Scherzte mit Kaufmännern und Glückssuchern leierte noch die in oder andere kleine Würfelwette an. Während das Treiben bis in die späten Nachtstunden weiter ging und nur noch die hartgesottenen Wettleute und Trinker im roten Schleier verkehrten.

    So einige Gäste verschwanden mit der ein oder anderen Tänzerin oben oder ein wenig torkelnd durch die Flügeltür um den Heimweg anzutreten.

    Und vielleicht wurden einige waghalsige Pläne im Geheimen und ohne verräterisch lauschende Ohren in einer bestimmten Kammer besprochen, ohne dass irgendjemand etwas davon ahnte.


    Und so ging ein weiterer Arbeitstag für das Dschinnblut vorbei. Er entließ die nervöse Tivra für eine letzte Runde in den Hinterhof, während er sich mit den letzten Handgriffen im Schankraum beschäftigte. Über Nacht bezog Tivra wieder Stellung im Flur und Siral kümmerte sich noch um die Buchführung und die Münzen, bevor er sich schließlich auch zur Ruhe begab.


    Bis zur Mittagsstunde war es zumeist still im Schankraum. Nur Dunija wuselte weiterhin fleissig durch den ersten Stock und das Erdgeschoss. Wobei sie nur auf Nachfrage, Frühstück nach Serijsischer Art aufs Zimmer brachte, sonst aber die Theke unbesetzt blieb.

  • Ungestört hatte Vajdán am Abend seine Pfeife zuende geraucht.

    Er hatte noch beobachtet, wie sich auch der Schankraum nach und nach leerte und die Gäste entweder das Teehaus verließen oder sich auf ihre Zimmer begaben. Die meisten von ihnen nicht alleine. Den einen oder anderen begleitete jeweils eine der Tänzerinnen, andere gingen auch mit einem Händlerkollegen gleichen Geschlechts. In welchen Fällen noch weiter verhandelt wurde und in welchen es um ganz andere Belange ging, das konnte Vajdán nur erahnen.

    Eine junge Frau - Tänzerin war sie keine und auch sonst gab es keinen Hinweis darauf, dass sie zum Personal gehörte - schlenderte etwas lasziv an ihm vorbei und lächelte einladend. Einen Moment lang war er unschlüssig. Tatsächlich schien er bei der Damenwelt ganz gut anzukommen, doch es fiel ihm oft schwer zu unterscheiden, welche davon am Ende eine Bezahlung erwarteten und welche nicht, deshalb lehnte er ab und ging schließlich allein auf sein Zimmer.

    Es war ein ereignisreicher Tag gewesen und er hatte am nächsten Morgen viel vor.


    Geht dann weiter...

    erst hier:

    Kräuterladen

    dann hier:

    Stadtwache - die Mondwache

  • Es war bereits nach Mittag als Vajdán in seine Unterkunft zurück kehrte.

    Zu dem Flur, in dem sein Zimmer lag gab es einen separaten Zugang über eine Treppe, die ihn nicht quer durch die Gaststube führte und die nutzte er jetzt.


    Es kam ihm ganz gelegen, irgendetwas am Schankraum behagte ihm nicht, ohne dass er genau sagen konnte, was es war. Immer wenn er dort war, beschlich ihn ein Gefühl der Übelkeit, das er sich selbst nicht so richtig erklären konnte, das es ihm aber schwer machte, sich genau zu konzentrieren. ob auch hier, wie im Dampfbad dieses Eisenkraut verbrannt wurde, oder ob es an etwas anderem lag konnte er nicht genau sagen. Der Geruch war wahrzunehmen, aber nicht in der Intensität, die es brauchte um ihn komplett auszuschalten.

    Unterwegs hatte er sich Handschuhe besorg. Eine, wie er fand, notwendige Maßnahme. So viele Gegenstände fühlten sich unangenehm an oder brannten auf der Haut, allem voran Türklinken. Seit seinem Auslug ins Dampfband war das nur noch schlimmer geworden. Vermutlich mußte er die Erklärung dafür dort suchen, wo er auch nach dem Grund für sein Entkommen aus dem Feenreich zu suchen hatte.

    einzelne Puzzlestücke hatten sich bereits aneinander gefügt:

    Eisenkraut vertrug er nicht, Eisenkraut sollte gegen alles Fee'ische helfen... Wie genau es wirkte konnte ihm aber bei seinen weiteren Recherchen und Befragungen niemand sagen, egal wen er auf dem Markt oder wo auch immer, darauf ansprach.

    Aber die Fakten:

    Er war aus dem Feenreich entkommen, zumindest hatte man dort Kenntnis von ihm... das hatte ihm der Vorfall bei der Schneiderin gezeigt.

    War er also von Feen in deren Reich gelockt worden? Wahrscheinlich. Und sie würden es wieder versuchen? Ganz gewiss.

    Und das Eisenkraut wirkte wohl auch auf Menschen die Berührung mit Feen gehabt hatten. zumindest bei ihm löste es Übelkeit aus. Und es bestärkte ihn darin, dass er sicher ein normaler Mensch sei, denn auf eine echte Fee hätte es doch eine deutlich intensivere Wirkung.

    Und irgendwas in diesem Zusammenhang hatte ihm auch das Gedächtnis geraubt und ihm die Verbrennungen zugefügt...


    Er trug den schweren Seesack die Treppe hoch, sein Gewicht spürte er jedoch kaum, allerdings ließ dich der Packen nicht vollkommen Geräuschlos durch das Treppenhaus bringen. Vor seiner Türe setzte er ihn ab um aufzuschließen.

  • Der Tag hatte wieder viel zu schnell begonnen. Auch wenn er schon lange diesen Schlafrythmus verinnerlicht hatte. So kam häufig etwas unerwartetes dazwischen, dass die Ruhe viel zu schnell unterbrach. Eine unerwartete Lieferung direkt von seinem Elternhaus,noch vor den ersten Sonnenstrahlen, die sein Ziehonkel nicht hatte entgegen nehmen können. So dass sich sein ganzer Zeitplan nach hinten verschoben hatte und er sich jetzt ersteinmal ein paar Minuten im Dampfbad gönnen wollte. Weil es sich anfühlte, als hätte er schon einen Ganzen Tag erlebt noch bevor er tatsächlich wirklich zu Arbeiten begonnen hatte.


    Nur das weisse Arjisthanische Leinen um die Hüften gebunden, ging er über die breite Treppe nach oben in das obere Stockwerk und schien ein wenig in Gedanken versunken. Die Geräusche oben auf dem Absatz hörte er sehr wohl. Doch Dunija machte frühmorgens gerne Krach beim zusammenräumen der Zimmer, dass er erst auf Vajdan aufmerksam wurde, als er ebenfalls oben angekommen war.

    "Guten Morgen Me`Syr Vajdan. Ich hoffe das Zimmer erfüllt Eure Erwartungen?" fragte er in ruhigem Plauderton und wischte sich Kurz über die Nasenwurzel, bevor er die Hand auf den Türgriff zum Dampfraum legte.

  • Vajdan schloß eben sein Zimmer auf, als Siral ebenfalls nach oben kam. Er trug nur ein Leintuch um die Hüften. "Um die Mädchen nicht zu erschrecken." hatte er noch immer Dunijas Stimmt im Ohr, und es amüsierte ihn noch immer. Offenbar wollte er ins Dampfbad.

    Er konnte die Tätowierungen gut erkenne, die sich über den ganzen Körper, vor allem Schultern und Rücken, des Samanharen ersteckten. Exotisch aber schön, befand er. Nur wenige Menschen in Sorieska waren tätowiert. Einen kurzen Moment war da etwas, aber dann war es auch schon wieder verschwunden.

    Siral vertrug die besonderen Kräuter im Aufhuss offenbar problemlos. Wenn er nur daran dachte hatte er wieder den Geruch in der Nase.

    "Alles ist bestens, ich habe hervorragend geschlafen. Vielen Dank Me'Sir Siral."

    Er hatte aufgeschlossen und stellte den Seesack im Zimmer ab, dann schloß er die Türe wieder von außen, immerhin wollte er gleich weiter. Ehe jedoch Siral im Dampfbad verschwand fiel ihm noch etwas ein, und er kam direkt zum Punkt. Lange um den heißen Brei zu reden war nicht seine Art und mit den üblichen Höflichkeitsfloskeln kannte er sich kaum aus.

    "Sagt, Me'Sir Siral... wie soll ich anfangen... diese Sängerin gestern, ihr Name war Laflar..." Die Frage, ob Siral sie kannte erübrigte sich, aber ihre Frage hatte ihm lange keine Ruhe gelassen. "...ich hatte mich nach ihrem Lied erkundigt und da fragte sie mich, ob ihr mich geschickt hättet... sie auszuhorchen oder etwas in der Art. Was könnte das zu bedeuten haben?"

    Dass Siral eventuell frieren konnte, weil er gerade ins Dampfbad wollte, daran dachte Vajdán gerade nicht.

  • Siral nickte, offensichtlich zufrieden mit der Antwort, die ihm der narbige gab. Es war nicht so, dass es ihn fror. Sein Teehaus war stets gut geheizt, aber Auf rechtviel mehr Gespräch hatte es der Samhare garnicht angelegt. Er wollte noch ein wenig Ruhe.

    Mit einer Hand hatte er bereits den Griff heruntergedrückt und den heissen Dampf an der Hand gefühlt. Da hielt ihn Vajdan doch noch einmal mit seinen Worten auf. Langsam zog er die Hand wieder zurück, ließ die Türe wieder ins Schloss fallen. Lauschte den Worten des Mannes während sich eine iritierte Falte zwischen seinen Augenbrauen bildete.

    Zuerst dachte er, Vajdan wäre einfach nur begeistert von ihrer Gesangseinlage gewesen. Wie er letzten Abend öfter Nachfragen der Dame bezüglich bekommen hatte. Doch die Kehrtwende in seinen Worten überraschte den Teehausbesitzer.

    Sie verdächtigte ihn ihr jemanden hinterherzuschicken, um sie auszuhorchen? Hatte der Mann etwas falsch verstanden?

    Oder Me´Dam Laflar selbst? Er konnte sich absolut keinen Reim darauf machen, wie das alles zusammenspielen sollte. Noch dazu, wusste er immernoch nicht, wie er Vajdan einschätzen sollte. Er wirkte doch häufig so, als dachte er nie lange über Gesagtes nach. Sprach Schnell und schien doch alles zu beobachten. Ein durchaus seltsamer Mann....

    " Ich wüsste nicht, wie Me`Dam Laflar darauf kommen sollte." meinte Siral recht unschlüssig und unbewegt.

    " Vielleicht erwartete sie irgendeine Anweisung, bezüglich ihrer Zusammenarbeit mit den Musikern.. Oder der Bezahlung wegen. Aber ich mache meinen Musikern selten irgendwelche Vorschriften, also.. Auch möglich, dass sie der Vorfall mit meinem Wachhund erschrocken hat und sie erwartete, dass ich mich kurz nach ihr erkundige?." er schüttelte noch einmal knapp mit dem Kopf und legte dann ein geschäftliches Lächeln auf. " Ich bin mir sicher, das war ein kleines Missverständnis. Aber ich werde sie fragen ob sie sich hier unwohl fühlt, wenn Euch das beruhigt. Me`Syr Vajdan"

    Das Dschinnblut setzte zu einem erneuten Versuch an, die Türe zu öffnen.

  • Er ahnte offenbar wirklich nichts, zumindest war es keine Lüge.

    Offenbar war er alleine mit seinem Mißtrauen. Aber er würde nicht davon abweichen.

    Zu Sirals Antwort nickte er nur. "Ja, wahrscheinlich ist das so."

    Der Duft, der von ihr ausging, bemerkte er das als einziger?

    Ihr Stimme, wie die der Fee auf dem Fest?

    Das Fest... er war dort und hatte sich mit den Dornenranken angelegt... und nicht nur einmal. Die Dornen schienen es auf ihn abgesehen zu haben, in der Schneiderei hatten sie ihn attackiert. Er musterte Siral kurz - zeigte er auch Verletzungen von einem solchen Zusammenstoß? Nicht so offensichtlich zumindest wie er selbst. War er auf dem Fest? Wenn er hier lebte mit großer Wahrscheinlichkeit. Gesehen hatte er ihn jedoch nicht.

    "Bemerkenswerte Tattoos." kommentierte er zu Erklärung, denn dass er nach Verletzungen Ausschau gehalten hatte wollte er nicht unbedingt zugeben.

    "Ich wünsch euch einen schönen Tag."

  • Nachdem sie ein wenig durchgeatmet hatte erhob sich Laflar wieder von dem Bett, das nicht sonderlich gemütlich war, aber es tat seinen Zweck und war allemal besser als ein kalter nasser Steinboden da draußen. Sie richtete ihren Blick zum Fenster, die Regentropfen prasselten nun wieder gegen die Scheibe, es hatte also wieder angefangen zu regnen. Laflar entzündete ein paar Kerzen die auf der Fensterbank und auf dem Schreibtisch standen und erhellte den Raum damit ein wenig. Sie konnte im Licht des Mondscheins zwar auch gut genug sehen um sich zurecht zu finden, aber da sie sich ja noch umziehen und bettfertig machen musste, hielt sie es für klüger zumindest kurz etwas Licht zu haben. Um den Schleier ablegen zu können hob sie das Tuch von dem Spiegel und legte es auf den Tisch davor ab, zog den Schleier dann mit ein paar Handgriffen ab und löste ihr weiß glänzendes Haar aus dem Zopf. Als nächstes befreite sie sich von dem schönen Kleid, das Siral ihr geliehen hatte, löste das Korsett und den Unterrock, so dass sie nur noch ihr Unterkleid trug. All dies legte sie auf die Lehne des Stuhls, löschte dann das Feuer der Kerzen und legte sich ins Bett. Eine Weile starrte sie an die Decke und begann langsam in Gedanken zu versinken. Dieser Tag war sehr ereignisreich und er überflutete sie ein wenig mit all den neuen Reizen. Tuuli, der ihr aufgefallen war, was scheinbar auf Gegenseitigkeit beruhte, da er ja auf sie zugekommen war. Bei ihm müsste sie sich auch noch bedanken, außerdem hatte sie noch ein paar Fragen an ihn. Sie hatte ihn im Verlauf des Abends völlig aus den Augen verloren, aber er schien ja sowieso in Gesellschaft gewesen zu sein. Dieser Ort, an dem ihr noch immer nicht richtig wohlig werden konnte. Irgendetwas stimmte hier nicht, sie hatte so ein Gefühl. Siral, der eigentlich sehr freundlich schien, aber wenn etwas mit diesem Teehaus nicht stimmte, dann saß er als Ladenbesitzer nun mal mit im Boot. Sie würde also auch bei ihm weiterhin vorsichtig sein müssen. Und dann dieser Mann eben. Vajdan. Was wollte er von ihr? Warum stellte er so viele Fragen? Mit all diesen Gedanken versank Laflar schließlich in die Traumwelt.

    Am nächsten Morgen schlief Laflar ein wenig länger. Der Schlaf schien sie kaum zu erholen und als sie dann am späten Vormittag erwachte plagten sie Kopfschmerzen. Sicherlich hing das damit zusammen, dass sie der gestrige Tag so erschöpft hatte.
    Gegen Mittag hatte sie sich schließlich fertiggemacht, ihr altes Kleid, was sie kurz bei der Haushälterin abgeholt hatte, angezogen, ihr Haar zusammengebunden und wieder unter einem Schleier versteckt, dieses Mal hin der Schleier jedoch deutlich lockerer über ihr Gesicht, trotzdem verbarg er es genauso sehr wie gestern. Sie war sich nicht ganz sicher, was sie heute tun wollte. Vielleicht nochmal mit Tuuli sprechen? Oder mit Siral und herausfinden warum dieses Teehaus ihr nicht ganz geheuer war? Sie war sich bewusst, dass er es ihr wohl nicht einfach verraten würde, wenn hier etwas faul war, aber durch Fragerei lässt sich einiges in Erfahrung bringen. Das wusste Vajdan wohl auch ganz gut und auch das hing ihr noch in den Gedanken. Vielleicht sollte sie auch mit ihm nochmal das Wort suchen. Sie entschloss sich erst einmal im Schankraum nachzusehen, ob sie irgendwen treffen würde, den sie kannte oder vielleicht jemanden Neues, der ihr irgendwie auffiel. Als sie die ersten Treppenstufen ins Untergeschoss nahm, hörte sie Stimmen zweier Männer vom Flur. Sie klangen wie die Stimmen von Vajdan und Siral. Sie schnappte nur ein paar Worte auf, aber Vajdan schien Sirals Tattoos zu loben und kurz darauf verstummten sie. Nur kurz danach erreichte sie den Flur des Stockwerks und erblickte die Gesichter von Vajdan und Siral. "Hallo.", grüßte sie die beiden Herren knapp und musterte sie dann nachdenklich. Siral war nur mit einem Badetuch bekleidet, sie konnte seinen sonnengebräunten Körper völlig anstrengungslos betrachten, doch als ihre Augen an seinen Muskeln und Tattoos interessiert entlang fuhren fiel ihr auf, dass es sich nicht gehörte, jemanden unbekleideten so anzustarren und sie wandte ihren Blick sofort ab, errötete bei dem Gedanken leicht, wie auffällig sie gestarrt haben muss, selbst wenn man ihre Augen nicht sehen konnte. Vajdan hingegen war angezogen und so war es deutlich leichter ihn anzusehen ohne mit ihren Augen auszurutschen.

    "For there is nothing either good or bad, but thinking makes it so." - The Tragedie of Hamlet, William Shakespeare

    Einmal editiert, zuletzt von Laflar Raurel ()

  • Wieder strich die angenehme Wärme über seinen Arm und schlug feucht auf seiner Haut nieder, als Siral wieder die Türe geöffnet hatte und der mit Eisenwurz versetzte Dampf in den Flur quoll. Beinahe so, als wollte er neckisch die Umgebung erkunden und dem Gefängnis entfliehen. Der vertraute Duft war beruhigend und klärte seinen unruhigen Geist ein wenig, dass er sich nun weit entspannter, eigentlich von Vajdan verabschieden wollte. Doch da tauchte jene von der die beiden Männer zuvor gesprochen hatten, vor ihnen im Flur auf.

    "Guten Morgen Me`Dam." begrüßte der Samhare die Sängerin freundlich lächelnd und neigte den Kopf ein wenig. Gleichzeitig trat etwas mehr in die geöffnete Türe zum Dampfbad, weil er ihr so am effektivsten Platz im Flur machen konnte, in der Annahme sie wollte schlichtweg hindurch, doch dem schien nicht so.

    Sie zögerte und er spürte ihren Blick förmlich auf sich auch wenn er ihre Augen unter dem Schleier nur erahnen konnte. Es störte ihn nicht. In seiner Heimat war es nichts ungewöhnliches, doch hier in Sorieska war die Gesellschaft weit zugeknöpfter, dass sich so manche Dame über derlei Offenherzigkeit brüskierte. Doch zum Bedecken gab es nichts und es wäre unhöflich gleich zu verschwinden und außerdem Albern. Auch wenn die Wärme des Raumes in seinem Rücken und die Ruhe äußerst verlockend war, so war er doch in erster Linie Gastwirt, also beschloss er sich ungerührt von diesem Moment zu verhalten.

    Und gleichzeitig, fragte er sich was nun an Vajdans Worten dran sein musste. Misstraute sie ihm? War nicht eigentlich er derjenige der der Frau misstrauen konnte, die nicht einmal jetzt ihren Schleier ablegte?

    " Ich hoffe ihr hattet eine angenehme Nachtruhe, Me`Dam. Ich habe selten so interessierte Gäste, an Euch als Person und Eurem Gesang nach einem äußerst gelungenen Auftritt. " erkundigte er sich interessiert und sprach gleichzeitig ein Lob aus.

    " Ich habe Euren Lohn beiseite gelegt, ihr könnt ihn jederzeit abholen. Außer ihr wollt ihn gleich, dann.." Siral deutete kurz mit dem Daumen Richtung Treppenabgang und er schien gewillt, sein Vorhaben auch noch weiter aufzuschieben, wenn Laflar darauf bestand so gleich die ausgemachte Summe zu erhalten.